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Luxus in grün

Nachhaltigkeit und exklusives Reisen sind längst kein Widerspruch mehr. Wir zeigen sechs Luxus-Resorts, für die Verantwortung zum Programm gehört

Sascha Borrée

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Sie verwandeln abgegraste Weideflächen in Lebensraum für gefährdete Tierarten und verpflichten Meeresbiologen zur Erforschung von Haien, Mantas und anderen Meerestieren: Immer mehr sogenannte Eco-Lodges leisten heute einen aktiven Beitrag zum Natur- und Artenschutz. Sie forsten Wälder auf, decken ihren Strombedarf mit Solarenergie und recyceln ihre Abfälle.

Vor allem in den weniger entwickelten Gegenden Afrikas, Asiens und Südamerikas entwickeln sich manche dieser Resorts zu Leuchtturm-Projekten, die sich auch sozial engagieren, dabei wichtige Anregungen für ganze Gemeinden geben – und den Beweis erbringen, dass „Öko“ keineswegs bedeutet, auf Genuss und Exklusivität verzichten zu müssen. Diese sechs Luxus-Lodges machen die Welt nicht nur schöner, sondern auch ein bisschen besser.

Gäste des Segera Retreat wohnen in einer von acht Villen mit Privatservice

Segera Retreat

Mitten in Afrika

Die Eco-Lodge von Ex-Puma-CEO Jochen Zeitz gilt als Paradebeispiel für nachhaltigen Luxustourismus

Elefanten, Nashörner und Giraffen streifen über das kenianische Laikipia-Plateau – der Kenia-Kenner und Ex-Puma-CEO Jochen Zeitz schuf seine Eco-Lodge hier als Vorzeigeprojekt für nachhaltigen Luxustourismus. Eine ebenfalls von ihm gegründete Stiftung engagiert sich für die gesamte Region: Waldstücke werden wieder aufgeforstet, gefährdete Tierarten erhalten neue Lebensräume.

Gäste des Segera Retreat wohnen in einer von acht exklusiven Villen mit Privatservice, die kulinarischen Highlights und die hervorragende Weinauswahl genießen sie bei atemberaubender Aussicht, die bis zum Mount-Kenya-Massiv reicht. Wer die weitläufige Anlage erkundet, entdeckt neben Wildtieren auch hochkarätige Kunstwerke aus der Privatsammlung von Jochen Zeitz. Bewundert werden will außerdem ein weltberühmter Flugzeug-Oldtimer aus dem Jahr 1929: Die Propellermaschine vom Typ de Havilland Gipsy Moth war 1985 bei den Dreharbeiten des Hollywood-Erfolgs "Jenseits von Afrika" zum Einsatz gekommen.

www.segera.com

Rückzugsort für berühmte Persönlichkeiten und Zuflucht für bedrohte Tierarten

Frégate Island Private

Privates Paradies

Die ehemalige Pirateninsel Frégate lockt mit faszinierenden Reptilien und dem vielleicht schönsten Strand der Welt

Frégate, die legendäre Privatinsel im Seychellen-Archipel, dient nicht nur als exklusiver Rückzugsort für berühmte Persönlichkeiten, die hier vor zudringlichen Fans sicher sind, sondern auch als Zufluchtsstätte für bedrohte Tierarten. Lange Zeit wurde hier zwar intensiv Landwirtschaft betrieben, mittlerweile sind jedoch weite Teile der Insel renaturiert. Der Seychellendajal, ein sehr seltener Vogel, konnte dadurch wohl vor dem Aussterben bewahrt werden. Auch 2000 Aldabra-Riesenschildkröten leben mittlerweile wieder wild auf Frégate – die beeindruckenden Reptilien werden bis zu 250 Kilogramm schwer und können ein Alter von 250 Jahren erreichen.

Die resorteigenen Restaurants verarbeiten vor allem Früchte aus eigenem Bio-Anbau; die Gäste logieren in 16 luxuriösen Villen, deren Ambiente von Mahagoni, Bambus und Marmor geprägt wird. Und dann wäre da natürlich noch der Strand der ehemaligen Pirateninsel: Wenn man der New York Times glauben darf, gibt es weltweit keinen schöneren.

www.fregate.com

Jedes Zimmer der Titilaka Lodge eröffnet Blicke über den weiten Titicacasee

Titilaka Lodge

So schön kann einsam sein

Sauerstoff in Flaschen und atemberaubende Blicke auf einen sagenhaften See bietet diese Luxus-Lodge in den Anden

Charme und Charakter der peruanischen Titilaka Lodge sind unverwechselbar, Akzente aus traditioneller Inka-Kunst ergänzen seine sonst sehr moderne und elegante Architektur. Jedes Zimmer eröffnet Blicke über die weite Wasserfläche des Titicacasees, der hier fast wie ein Meer wirkt. Tatsächlich liegt das riesige Gewässer hoch oben in den Anden, die Luft ist so dünn wie am Gipfel des Großglockners – weshalb Gästen beim Check-in erst einmal eine Extradosis Sauerstoff angeboten wird.

Zur Lodge gehören ein eigener Privatstrand und ein Restaurant, das regionale Spezialitäten auf Gourmet-Niveau kredenzt. Das einst kahle Seeufer der hoteleigenen Halbinsel wurde wieder aufgeforstet, außerdem unterstützt die Titilaka Lodge eine Reihe von Entwicklungsprojekten in der Region. Strom gewinnt sie aus Wasserkraft, Abwasser und Abfall werden recycelt. Ein perfektes Basislager für Expeditionen ins Umland oder zu den Inseln des sagenhaften Sees, der von den Inka als Wiege der Menschheit verehrt wurde.

www.titilaka.com

Die Gewässer am Misool Eco Resort sind Schutzgebiet für Meeresbewohner

Misool Eco Resort

Ein Traumziel lässt tief blicken

Taucher finden hier beste Bedingungen vor: Korallenriffe, kristallklares Wasser und ein Schutzgebiet für Haie und Mantas

Abschalten, abtauchen – und eine berauschende Unterwasserwelt entdecken: Auf der Privatinsel Batbitim liegt das Misool Eco Resort mitten im legendären Korallendreieck, einem Meeresgebiet, das als besonders artenreich bekannt ist. Vor allem dank des Resorts wurden die umliegenden Gewässer zum überwachten Schutzgebiet für Haie, Mantas und andere Meeresbewohner erklärt. Bereits beschädigte Riffe werden jetzt von resorteigenen Experten wieder hergestellt.

Vor allem für passionierte Taucher lohnt also die weite Reise auf den indonesischen Raja-Ampat-Archipel. Traumhaft sind hier nicht nur die Korallenriffe, sondern auch die aus Treibholz gebauten Bungalows des Resorts – als sogenannte Water Cottages stehen sie auf Stelzen im kristallklaren Wasser einer Lagune.

www.misoolecoresort.com

Von Mai bis Oktober schlägt das Clayoquot Wilderness Resort seine Zelte auf

Clayoquot Wilderness Resort

Camping mit fünf Sternen

Ein Zeltlager der besonderen Art entsteht jedes Jahr neu auf der kanadischen Pazifikinsel Vancouver Island

Draußen streifen Bären und Biber durch die kanadische Wildnis, drinnen, in den Zelten, steht antikes Mobiliar auf opulenten Teppichen: Das Clayoquot Wilderness Resort erinnert an glamouröse Safari-Camps des 19. Jahrhunderts. Erreichbar ist dieses besondere Zeltlager nur per Boot oder Wasserflugzeug, jedes Frühjahr entsteht es neu im Biosphären-Reservat Clayoquot Sound.

Auf der Pazifikinsel Vancouver Island, beginnt die Saison erst Ende Mai – je zwei Zelte werden dann auch als Spas und Speisesäle aufgeschlagen. Um Obst und Gemüse kümmert sich der Gärtner der Lodge, die mit benachbarten Indianerstämmen kooperiert. So führen indianische Guides durch die Wälder von Vancouver Island, der Pazifik kann per Kajak oder auf dem Surfbrett erobert werden. Ende September, spätestens aber Anfang Oktober bricht das Resort seine Zelte wieder ab.

www.wildretreat.com

Im Soneva Fushi Resort wird mehr CO2 verbraucht als erzeugt

Soneva Fushi Resort

Tropentraum mit Butler-Service

Wildnis, Wellness, Luxus: die maledivische Privatinsel beweist, dass „öko“ nicht Verzicht bedeuten muss

Die Welt ein bisschen besser machen, das will das Soneva Fushi Resort. Neben unberührten Stränden und tropischen Temperaturen bietet die traumhafte Privatinsel in den Malediven jeden erdenklichen Komfort: luxuriöse Villen mit Butler-Service, Six-Senses-Spa und sechs Gourmet-Restaurants. Stolz verweist das Soneva Fushi darauf, dass hier mehr CO2 verbraucht als erzeugt wird – eine solche sogenannte negative CO2-Bilanz gilt unter Klimaschützern als besonders erstrebenswert.

Strom gewinnt das Resort aus Solarenergie, Abfälle werden weitgehend vor Ort recycelt. Ein vom Soneva Fushi bezahlter Meeresbiologe engagiert sich für den Schutz von Korallenriffen und Haien, darüber hinaus unterstützt eine Stiftung der Soneva-Gruppe ambitionierte Nachhaltigkeitsprojekte im Sudan, in Thailand und Myanmar.

www.soneva.com

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